Der Shopper Insights Blog

„Ozapft is“ – Wie steht’s ums deutsche Bier?

Pünktlich zum Wiesn-Start haben wir uns näher angesehen, wie es um die deutsche Biernation steht. 

Der Preiskampf wird immer härter, die Bierpreise steigen im Gegensatz zu vielen anderen nicht.

Es scheint, als würde sich der Markt kannibalisieren. Doch wie sehen Shopper die Situation? Gemeinsam mit der Rundschau für den Lebensmittelhandel haben wir eine Umfrage gestartet. Seit 2002 ist der Bier-Markt im Volumen um 18 Prozent geschrumpft. Zieht man die Preise der 90er-Jahre zu Rate, bereinigt um Steuern und Inflation, sind die Endverbraucherpreise deutlich gesunken. Bei den Konsumenten kommt diese Tatsache allerdings nicht an: 40 Prozent sind sogar der Meinung, die Bierpreise seien in den letzten 5 Jahren gestiegen. Wie kommt es zu dieser Fehleinschätzung?

 Markentreue ist eine Frage des Preises

Der Lebensmitteleinzelhandel wirft mit Aktionen um sich. Kaum eine Woche vergeht, in der keine Biermarke zu speziellen Preisen angeboten wird. Das spiegelt auch das Verhalten der Shopper wider, denn jeder Zweite gibt an, seine bevorzugten Biermarken meistens zu Aktionspreisen zu kaufen. Nur jeder Fünfte ist einer Biermarke treu, die meisten wechseln zwischen zwei bis vier Marken und orientieren sich dabei am Preis. Die Preise werden von knapp der Hälfte der Shopper mit Hilfe von Handzetteln und Apps beobachtet, die andere Hälfte entscheidet spontan vorm Regal.  

Informative, ansprechende Regaldarstellung erwünscht

Auf einer Schulnotenskala schneidet die Bier-Präsentation im Handel nur mittelmäßig ab: 45 Prozent vergeben die Schulnote 3. Die Shopper wünschen sich vor allem eine ansprechendere Regaldarstellung und mehr Informationen zu den einzelnen Marken, beispielsweise zur Herkunft. Außerdem fällt es vielen schwer, die Biermarken zu unterscheiden. Kein Wunder, dass die bunten und affälligen Craft Beer Designs boomen. Immerhin jeder Dritte trinkt regelmäßig das Getränk aus kleineren Produktionsstätten. Dafür greifen die Deutschen gerne etwas tiefer in die Tasche: bis zu 50 Prozent mehr darf eine Flasche Craft Beer kosten.

 

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AUTOR(IN)

Michaela Schützinger

Michaela Schützinger

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