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Mehr Plastik als Plankton

Das ist die traurige Bilanz, betrachtet man die meisten unserer Weltmeere. Hier sammelt sich sechsmal mehr Plastik als Plankton an.

Der Verbrauch von Plastikmüll ist steigend: in den letzten 60 Jahren wurden circa 8,3 Milliarden Tonnen an Plastikmüll erzeugt. Zum Vergleich: 8,3 Milliarden Tonnen entsprechen dem Gewicht von 80.000.000 Blauwalen. Verwunderlich ist das nicht. Lebensmittel werden in Tuben, Bechern, Netzen oder Plastikfolien verpackt, der Einkauf in der Plastiktüte nach Hause getragen. Doch nicht nur unser Lebensmittelkonsum ist von Plastik geprägt. Auch Kosmetik, Kleidung oder Haushaltsmittel beinhalten den unvergänglichen Kunststoff.

Gefahr für Tier und Umwelt

Europa erzeugt hierbei ein Viertel des weltweiten Plastikverbrauchs, es werden durchschnittlich nur sieben von einhundert Plastiktüten recycelt. Deutschland trägt einen großen Teil dazu bei, produziert doch jeder Deutsche im Jahr im Durchschnitt 37 kg Plastikmüll rein aus Verpackungen der eingekauften Lebensmittel. Der immense Verbrauch und die geringe Recyclingquote des Kunststoffes führen zu immer höheren Mengen an Plastik, die entsorgt werden müssen. Diese landen – wie zuvor erwähnt – vom Land über Flüsse am Ende in unseren Meeren. Die Konsequenz daraus ist erschreckend: tote Wale mit Mägen voll von Plastikmüll. Delfine, Fische und Schildkröten, die verheddert in Plastiknetzen verenden, verschmutztes Wasser und Strände voller Müllberge. Es sind diese Bilder, die um die Welt gehen und den Verbraucher zum Nachdenken anregen.

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Veränderung durch Verantwortung

Kinder, die wöchentlich auf den Straßen für eine bessere Umwelt demonstrieren, zeigen bereits, dass ein Wandel nötig sein wird. Der Wandel im Konsumverhalten des Verbrauchers betrifft letztendlich den Einzelhandel. Produkte, verpackt in Plastik, werden zu Ladenhütern, die Unternehmensphilosophie bezüglich des Kunststoffes wird Bestandteil der Corporate Identity und neue, ökologische Verpackungskonzepte einiger Supermärkte werden zunehmend zu ernster Konkurrenz.

Der Kunde sieht nicht nur bei sich Handlungsbedarf – auch dem Einzelhandel wird eine große Verantwortung beigemessen. Er sollte auf die Bedürfnisse des Kunden reagieren, doch wie sehen diese aus? An welchen Stellen sollte besonders auf Plastik verzichtet werden und wie sehr achten die eigenen Kunden wirklich auf den Verzicht des Kunststoffes?

Problemlöser „Crowdsourcing“

Um sich ein detailliertes Bild der breiten Kundenmeinung zu schaffen, kann Crowdsourcing am POS helfen. Hierbei kann jedoch nicht nur die Meinung der Kunden erfasst werden. Crowdsourcing kann ebenfalls Aufschluss darüber geben, wie die Konkurrenz in Sachen Plastikverzicht agiert und wo das eigene Unternehmen vergleichsweise steht. Meinungen bezüglich des Kunststoffgehalts von Produkten bestimmter Art oder Marke können gesammelt und ausgewertet werden. Weiterhin kann das Kreativitätspotenzial der breiten Masse zur Problemlösung genutzt werden. Speziell bei Themen, die die Welt bewegen ist es von Vorteil, durch Crowdsourcing, die breite Meinung des tatsächlichen Endverbrauchers zu erhalten. Die Beschäftigung mit den Konsumenten zeigt weiterhin den Stellenwert der Kunden für das Unternehmen auf. Der Kunde fühlt sich gehört und respektiert. Dies schafft neben der Informationsgenerierung eine positive Wahrnehmung des Unternehmens auf Kundenseite.
Durch die gewonnenen Informationen kann der Einzelhandel gezielt reagieren. Am Ende profitieren alle: Das Unternehmen, der Kunde und unsere Umwelt.

 

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Quellen:

https://www.careelite.de/plastik-muell-fakten/

https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/einkaufsfalle-supermarkt/plastik-alarm-im-supermarkt

https://www.wwf.de/plastikflut/

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AUTOR(IN)

Natascha Müller

Natascha Müller

Über POSpulse

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