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Tat-POS-ort: Kassenzone - Was hier möglich ist und Shopper erwarten

Oh nein! Schlangestehen. Warten.
Ein kurzes Seufzen und der Blick schweift von den Einkaufswägen der Vordermänner und -frauen über die Produkte auf dem Kassenband zu den Regalen mit den Riegeln, Snacks und anderen Kleinigkeiten. Wie schwierig es für Shopper ist, den Produkten aus den besonders umsatzstarken Quadratmetern der Kassenzone zu widerstehen, was sie dort am liebsten noch eben schnell mal mitnehmen und welche Werbeaufsteller und Kriterien zur Kaufentscheidung führen, haben wir durch unsere Streetspotr Community mit knapp 2000 Konsumenten per In-App Befragung Ende September erfahren können.

Was in der Kassenzone liegt, bleibt nicht lange in der Kassenzone?

Laut Angaben jedes Vierten passiert es mehrmals im Monat: Der Griff geht zu den Impulsprodukten für zwischendurch in der Kassenzone. Und das im Schnitt zumeist ungeplant. Dabei ist die Länge der Wartezeiten und Beschäftigungen der Konsumenten vor den Kassen besonders entscheidend. Fast jeder Dritte gibt an, bei längerem Anstehen eher zu Produkten in der Kassenzone zu greifen. Während 61 % interessiert ihre Blicke in der Umgebung schweifen lassen, 37 % ihre Aufmerksamkeit gezielt auf die Produkte in Regalen richten oder schauen, was andere aufs Kassenband legen (36 %), geben die Befragten dennoch mehrheitlich an, das Schlangestehen mit dem Blick ins Handy zu überbrücken (61 %). Hierbei wird besonders deutlich: Damit die relativ kurzen Aufmerksamkeitsspannen der Konsumenten effektiv genutzt werden können, müssen Produkte sofort überzeugen können.

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Ein Blick in die Studie im vollen Umfang werfen? Für weitere exklusive Insights auch zu Fragen rund um pandemiebedingte Kaufverhaltensveränderungen von Impulswaren, können Sie hier unsere Umfrage kostenlos herunterladen.

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Die Wirkung von Werbeaufstellern in Kassenzonen

Um das fast unvermeidbare Warten so entspannt wie möglich für den Konsumenten zu gestalten, ist es wichtig auf genügend offene Kassen (73 %) und ein sauberes Kassenband (63 %) zu achten sowie die Gänge möglichst groß (60 %) und die Gestaltung dieser gleichsam offen und hell (53 %) zu halten.
Rund 41 % geben überdies an, verstärkt Werbeaufsteller an Kassen wahrzunehmen, als im restlichen Markt. Fast jeder Zweite gibt an, sich während längeren Wartezeiten die verschiedenen Werbetafeln durchzulesen. Ob dies auch zu einem verstärkten Kauf der promotionsbeworbenen Produkte führt, verneinen die Befragten mit 87 %. Das Potenzial von Werbedisplays am Kassen-POS kann durch Shopperaugen im Handumdrehen mithilfe von Promotion Checks entsprechend festgestellt werden.

Vor allem der Appetit und ein frischer Atem bewegen zum Kauf

Die Anlässe, die zu einer spontanen Kaufentscheidung bei Konsumenten führen sind eindeutig: 40 % haben das Bedürfnis ihren Atem zu erfrischen, 39 % verspüren Appetit und greifen zu Kassensnacks oder aber möchten jemandem mit einer Kleinigkeit eine Freude bereiten (32 %). So ist es nicht verwunderlich, dass Kaugummis (73 %) und Schokoriegel (43 %) oftmals am meisten überzeugen, aber auch zu Nonfood-Artikeln (38 %), Proteinriegeln (20 %) oder Trockenfrüchten (10 %) wird gerne in Kassenzonen gegriffen. Dabei wird hauptsächlich auf Preis (42 %) und Marke (23 %) der Produkte geachtet. Wichtig ist den Befragten zudem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (37 %), aber auch auf eine übersichtliche Anordnung der Produkte (26 %) sowie das Vorhandensein von gewohnten Produkten geben Konsumenten als zentrale Faktoren für ihren Kauf an. Out-of-Stock Situationen von Impulswaren in der Kassenzonen können mithilfe eines einfachen und schnellen Product Checks durch unsere Community erfasst werden und somit eine umgehende Handlungsmöglichkeit des Herstellers sicherstellen. Zudem ist die Hälfte der Konsumenten sich einig: Es fehlen genügend salzige Snacks in den Kassenzonen der Märkte! 

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AUTOR(IN)

Lina Eikelmann

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Über POSpulse

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